Babyleichen eingefroren: Verteidigung legt Revision ein

Siegen (dpa/lnw) - Im Fall der in Kühltruhen in Siegen und Bonn entdeckten Babyleichen will die Verteidigung das Urteil gegen die Mutter überprüfen lassen. Er werde Revision einlegen, teilte der Anwalt der 32-Jährigen am Dienstag mit. Das Landgericht in Siegen hatte die Frau wegen «versuchten Totschlages durch Unterlassen in zwei Fällen» zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Im Prozess hatte die Verteidigung einen Freispruch gefordert. Die Staatsanwaltschaft verzichtet nach Auskunft vom Dienstag auf Rechtsmittel.

Die 32-Jährige war nach der Urteilsverkündung am Dienstag vergangener Woche aus der Untersuchungshaft entlassen. Sie befinde sich in einer stationären Therapie, um ihre psychische Erkrankung behandeln zu lassen, teilte Verteidiger Daniel Nierenz auf seinem Internet-Blog mit.

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