Badestelle an der Ruhr wieder eröffnet
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Der Badesteg kurz vor der Eröffnung. Foto: Roland Weihrauch
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Essen (dpa/lnw) - An dem früheren Industriefluss Ruhr in Essen ist am Dienstag nach 46 Jahren Badeverbot eine Badestelle eröffnet worden. Die ersten Schwimmer sprangen zum Auftakt von einer neu errichteten Steganlage ins etwa 21 Grad kalte Flusswasser am Baldeneysee, der aufgestauten Ruhr im Essener Süden. Es ist die erste offizielle Flussbadestelle an der Ruhr nach vielen Jahrzehnten Badeverbot. Weitere sind in Planung.

Das Baden war 1971 wegen zu schlechter Wasserqualität verboten worden. Mittlerweile ist die Qualität wieder so hoch, dass die Behörden keine gesundheitlichen Bedenken mehr haben. Bei starken Regenfällen können allerdings auch weiterhin ungeklärte Abwässer in die Ruhr gelangen. Ein ausgeklügeltes Frühwarnsystem sorgt in diesem Fall für ein zeitweises Badeverbot. Erst nach einer Laboruntersuchung wird dann wieder grünes Licht gegeben. Die Stadt rechnet je nach Wetter mit 35 bis zu 60 Badetagen im Jahr.

Die bewachte Badestelle liegt auf dem privat betriebenen Freizeitgelände «Seaside Beach Baldeney», für das Eintritt erhoben wird, und darf nur von Schwimmern genutzt werden. Baden in der Ruhr gehört zum Programm der «Grünen Hauptstadt Europas 2017».

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