Bergbaugewerkschaft mit Garzweiler-Entscheidung zufrieden

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Bergbau Gewerkschaft IG BCE hat die Beschlüsse der nordrhein-westfälischen Landesregierung zum Braunkohletagebau Garzweiler II begrüßt. «Damit werden viele gute Arbeitsplätze mit Tarifvertrag und Mitbestimmung stabilisiert», sagte IG BCE-Chef Michael Vassiliadis der «Rheinischen Post» (Mittwochausgabe).

Die rot-grüne Landesregierung hatte am Dienstag die Weichen für eine Verkleinerung des Tagebaus gestellt. Auf die Umsiedlung von gut 1400 Menschen soll verzichtet werden. Geschätzte 400 Millionen von 1,2 Milliarden Tonnen Braunkohle sollen nicht ausgebaggert werden. Der Betreiber des Tagebaus, der Energiekonzern RWE, hatte der Landesregierung vorgeworfen, den nutzbaren Kohlevorrat unnötig zu verringern.

Beim Rand des Tagebaus muss ein Mindestabstand von 400 Metern zur Ortschaft Holzweiler - dort wohnen die meisten Betroffenen - eingehalten werden. An diesem Punkt sieht die Bergbaugewerkschaft noch Erläuterungsbedarf. Auch die FDP hatte Rot-Grün vorgeworfen, einen «Garzweiler-Bonus» einzuführen. Üblich sei ein Mindestabstand zum Tagebaurand von 100 Metern.

Leitentscheidung

SOCIAL BOOKMARKS