Betäubte Sechsjährige stirbt nach Missbrauch

Bonn (dpa/lnw) - Für den Tod seiner sechsjährigen Nichte nach einem Missbrauch muss sich von diesem Dienstag (5. November) an ein 53-Jähriger vor dem Landgericht Bonn verantworten. Er soll dem Kind im April in seiner Wohnung im rheinischen Lohmar erst K.o.-Tropfen verabreicht haben, bevor er sich an ihr verging. Das Mädchen war durch die Tropfen bewusstlos geworden, in massive Atemnot geraten und erstickt. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft bemerkte der Mann die Atemnot des Kindes, rief aus Angst vor Entdeckung des Missbrauchs aber zunächst keinen Arzt. Erst am nächsten Tag verständigte der Mann einen Notarzt, der aber nur noch den Tod des Kindes feststellen konnte. Eine Obduktion ergab Hinweise auf ein Sexualdelikt. Daraufhin legte der Mann ein Geständnis ab. Die Anklage lautet unter anderem auf sexuellen Missbrauch mit Todesfolge in Tateinheit mit versuchtem Mord.

Mitteilung zur Anklage vom 19.7.

Pressemitteilung der Polizei vom 8.4.

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