Betrieb am Vogelhäuschen: «Stunde der Wintervögel»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Am 10. Januar startet die Stunde der Wintervögel. Bis zum 12. Januar sollen Naturfreunde eine Stunde lang beobachten und anschließend melden, wie viele unterschiedliche Vögel an einem Standort zu sehen waren, erklärte der Naturschutzbund (Nabu) in Düsseldorf. Im vergangenen Winter waren in NRW der Spatz, die Kohlmeise und die Blaumeise die häufigsten Vogelarten. Über 26 000 Beobachter machten bei der traditionellen Vogelzählung mit.

Es würden von Jahr zu Jahr mehr, sagt Heinz Kowalski, der stellvertretende Vorsitzende und Vogelexperte des Nabu NRW. Die Beobachtungen können am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park gemacht werden. Die Aktion beginnt am Freitag, damit sich auch Schulklassen beteiligen können. Vogelkundler erhoffen sich auch Erkenntnisse, ob der zurückliegende Hitzesommer Folgen für die heimische Vogelwelt hatte.

Aufmerksamkeit bekommt dieses Jahr der Eichelhäher, der wachsame Rabenvogel mit den hübschen blauen Federn. «Im Herbst haben wir einen massiven Einflug dieser Art nach Deutschland und Mitteleuropa beobachtet», erklärte Kowalski. Vermutet wird, dass es 2018 in Nordosteuropa viele Eicheln als Futter gab, mehr Eichelhäher überlebten und brüteten. Weil es in ihren Herkunftsgebieten dann nicht mehr genug Nahrung gab, könnten sie hergekommen sein. Derzeit seien die Vögel nicht zu sehen. «Die «Stunde der Wintervögel» könnte zeigen, wo diese Eichelhäher geblieben sind», sagte Kowalski.

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