Bewährungsstrafe: Mann bringt Freund hinter Gitter

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein 34-jähriger Türsteher aus Köln ist vom Düsseldorfer Amtsgericht wegen falscher Verdächtigung, Falschaussage und Freiheitsberaubung zu einer Bewährungsstrafe von insgesamt eineinhalb Jahren verurteilt worden. Der Mann hatte Anfang 2013 im Streit um eine Frau mit erfundenen Beschuldigungen dafür gesorgt, dass ein Nebenbuhler - mit dem er sogar befreundet war - ins Gefängnis kam. Ein Sprecher bestätigte am Mittwoch Medienberichte über das Urteil vom Dienstag.

Demnach hatte der Türsteher gegenüber der Polizei und vor Gericht behauptet, der heute 29-Jährige habe ihn bedroht, geschlagen und Schutzgeld erpressen wollen. Der saß daraufhin insgesamt mehr als vier Monate hinter Gittern. Erst bei einer Berufungsverhandlung im April 2014 rückte der 34-Jährige aus Scham mit der Wahrheit heraus. Ob der Mann bis dahin mit der Frau, um die gestritten wurde, zusammen war, konnte der Gerichtssprecher nicht sagen.

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