Bezirksregierung sperrt weitere Weinbergabschnitte am Drachenfels

Königswinter (dpa/lnw) - Die Bezirksregierung Köln hat am Montag weitere Teile des Weinanbaugebietes am Drachenfels gesperrt. Auch dort bestehe die Gefahr für Block- und Steinschläge, sagte Sprecher Oliver Moritz. Die gesperrten Abschnitte gehören zum Anbaugebiet des Weingutes Adolf Pieper. Ein Eilantrag des Winzers gegen die erste Sperrung war in der vergangenen Woche vom Verwaltungsgericht Köln abgelehnt worden. Nach Angaben des Sohns Felix Pieper waren von dieser erste Sperranordnung rund 40 Prozent der insgesamt neun Hektar großen Anbaufläche betroffen. Nach dem neuerlichen Betretungsverbot könnten derzeit nur noch drei Hektar bearbeitet werden.

Im südlich von Bonn gelegenen einzigen Weinanbaugebiet Nordrhein-Westfalens arbeiten drei hauptberufliche Winzer, zwei sind von dem Zutrittsverbot betroffen. Wegen der Steinschlaggefahr an den Siegfriedfelsen hat die Stadt Bad Honnef Spazierwege bereits seit Jahren unterbunden. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer ist in den Hängen die Weinernte in Gefahr, wenn die Winzer dort nicht bis Mitte August wieder arbeiten dürfen. Dann entstünde ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro. Falls das Verbot bis ins Frühjahr dauere, drohe ein Totalverlust der Reben und ein Millionenschaden.

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