Binnenschiffer verurteilen Streik als unangemessen hart

Duisburg (dpa/lnw) - Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) hat den auf eine Woche ausgelegten Streik an den Schleusen als unangemessen hart kritisiert. Täglich seien schätzungsweise 200 Schiffe betroffen, wenn allein alle Schleusen zu den Nebenwasserstraßen des Rheins in Deutschland - wie Mosel, Main und Neckar - bestreikt würden. Grob kalkuliert belaufe sich der Schaden bei einem liegenden Schiff auf 1500 bis 2000 Euro pro Tag. Verbandsgeschäftsführer Jens Schwanen warf der Gewerkschaft Verdi am Dienstag vor, einzelne Unternehmer in existenzielle Nöte zu bringen.

Verdi fordert für bundesweit 12 000 Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung einen neuen Tarifvertrag, in dem unter anderem betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Wegen einer Umstrukturierung sollen nach Verdi-Angaben bis zu einem Viertel der Stellen wegfallen.

Wie Schwanen erläuterte, hat der BDB auch schon die Bundesregierung darauf hingewiesen, «dass dieser Streik das Binnenschifffahrtsgewerbe und die verladende Wirtschaft besonders hart trifft, nachdem die Hochwasserkatastrophe im Juni 2013 bereits über Wochen den Schiffsverkehr in bestimmten Regionen Deutschlands unmöglich gemacht hat».

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