Bisher 393 Corona-Infizierte in der NRW-Fleischbranche

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach Auswertung von 90 Prozent der Tests bei Beschäftigten in der NRW-Fleischindustrie haben die Gesundheitsämter 393 positive Corona-Fälle entdeckt. Das teilte das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. Betroffen seien Beschäftigte in sieben Betrieben.

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof der Firma Westfleisch im Kreis Coesfeld hatte die Landesregierung die Reihentests durch die örtlichen Gesundheitsämter in der vorletzten Wochen für die gesamte Branchen angeordnet. Zudem kontrollierten die Behörden gemeinsam mit dem Arbeitsschutz des Landes die Unterkünfte von Werkvertragsarbeitnehmern. Der Fund in Coesfeld hatte dazu geführt, dass die strenge Vorgaben in der Corona-Krise im Kreis Coesfeld zum Teil erst mit einer Woche Verspätung gelockert werden konnten.

In der Fleischbranche arbeiten in Nordrhein-Westfalen mehrere 1000 Beschäftigte. Allein Tönnies am Hauptsitz in Rheda-Wiedenbrück in Ostwestfalen hat 6500 Mitarbeiter, Westfleisch in Münster beschäftigt rund 5000 Menschen. Am Mittwoch hatte das Bundeskabinett in Berlin schärfere Regeln für die Fleischbranche beschlossen. So sollen Werksverträge und Leiharbeit ab dem kommenden Jahr verboten werden.

SOCIAL BOOKMARKS