Bislang weniger Streusalz in NRW eingesetzt
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Streusalz für NRWs Straßen im Salzdepot. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild
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Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Der Winterdienst hat bisher weniger Streusalz einsetzen müssen, um das Straßennetz in Nordrhein-Westfalen schnee- und eisfrei zu halten. Der Landesbetrieb Straßen.NRW schätzt den bisherigen Verbrauch in der Saison 2019/20 wegen des milden Winters auf 40 000 Tonnen Streusalz. In der vergangenen Wintersaison 2018/19 wurden rund 74 000 Tonnen verstreut. Der Mittelwert der vergangenen 20 Jahre liegt sogar bei 136 500 Tonnen Streusalz je Wintersaison.

«Das ist ein relativ niedriger Verbrauch bislang», sagte Straßen.NRW-Sprecher Stephan Lamprecht. Die Hauptwinterdienstmonate seien erfahrungsgemäß zwar der Januar und Februar. Doch auch in den Monaten März und im April könne es noch Frost geben, gerade in den höheren Lagen.

Streusalz könne bei trockenen Bedingungen rund drei Jahre im Lager verbleiben. Die eingelagerte Menge zu Saisonbeginn betrug den Angaben nach 130 000 Tonnen in den 220 Salzhallen der 80 Meistereien des Landesbetriebs. Dazu kommen 75 000 Tonnen Reserve in zwei Zentrallagern, die in Rheinberg und Saerbeck stehen.

Wie viel Geld durch einen geringen Streusalzeinsatz möglicherweise eingespart wird, kann der Landesbetrieb noch nicht beziffern. «Zu den finanziellen Auswirkungen können wir derzeit noch nichts sagen. Das betrifft eher die Planungen für die kommende Wintersaison», erläuterte Lamprecht. Die Kosten für den Winterdienst beliefen sich in der Saison 2018/19 auf 23,4 Millionen Euro. Im langjährigen Durchschnitt waren es rund 35 Millionen Euro.

Für die 1900 Straßenwärter geht die Arbeit deshalb aber nicht aus. «Gibt es weniger beim Winterdienst zu tun, erledigt der Straßenwärter andere Aufgaben. Bis Ende Februar läuft zum Beispiel noch die Gehölzpflegesaison», sagte Lamprecht.

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