Blume bangt um Tochter: Stammzellenspender gesucht
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Marc Blume, ehemaliger deutscher Top-Sprinter. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild
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Steinhagen (dpa) - Der frühere deutsche Top-Sprinter Marc Blume bangt um das Leben seiner kleinen Tochter Feelia. Weil die Fünfjährige an Blutkrebs erkrankt ist, sucht der 47 Jahre alte frühere Leichtathlet dringend Stammzellenspender. «Mit Glück gibt es fünf bis sieben Treffer. Dann muss man sehen, ob die tatsächlich spenden können», sagte der ehemalige Hallen-Europameister im Interview der «Bild am Sonntag». Der Deutsche Leichtathletik-Verband helfe durch Posts, es gebe Kontakt zum Internationalen Olympischen Komitee (IOC), und die große Tochter sei in sozialen Netzwerke mit Aufrufen dabei.

Wegen der Leukämie der fünfjährigen Tochter sei die Situation für die Familie «sehr schwer, auch finanziell», berichtete Blume. Er arbeite in einem Sportmarkt in einem Einkaufszentrum und sei wegen Corona in Kurzarbeit. Hinzu kämen enorme Kosten unter anderem für die vielen Fahrten zur 75 Minuten vom Wohnort Steinhagen entfernten Klinik. Drei- bis fünfmal pro Woche würden dort die Blutwerte der Fünfjährigen kontrolliert. «Werden sie schlechter, wird sie auch schon mal ein paar Tage stationär behandelt», sagte Blume.

Außerdem müsse das Haus umgebaut werden. «Es muss steril werden, Gardinen, Teppiche, Topfpflanzen müssen raus», sagte der besorgte Vater. Feelia brauche jeden Tag eine neue Zahnbürste, dürfe nur Einmal-Unterwäsche tragen. «Zudem braucht sie komplett neue Klamotten, die man bei 60 Grad sterilisieren kann.» Die Familie bekomme in Steinhagen viel Unterstützung, viele würden ihre eigenen Probleme wegen Corona hinten an stellen. «Wir sind da wirklich tief bewegt», sagte Blume.

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