Bochumer Autor Goosen: Aufwachsen im Ruhrgebiet hat sich verändert

Bochum (dpa/lnw) - Das Aufwachsen im Ruhrgebiet hat sich nach Ansicht des Bochumer Schriftstellers Frank Goosen («Liegen lernen») stark verändert. «Schon in der Schule und im Kindergarten fängt man an, sich mit der Region, seiner Geschichte und den Zechen zu beschäftigen», sagte Goosen (48) der Deutschen Presse-Agentur. «Die Kinder werden mit sehr viel «Ruhrgebietsidentität» konfrontiert - das war früher bei uns nicht so.»

Ebenso wichtig sei es für Teenager im Ruhrgebiet, mit Menschen aus zahlreichen anderen Ländern zusammenzuleben. «Wir hatten früher in der Grundschulklasse nur einen einzigen türkischen Jungen und heute kommen viele verschiedene Nationalitäten zusammen, was ich super finde», sagte Gossen, von dem in den kommenden Monaten mehrere Kurzgeschichten verfilmt werden sollen. Kinder beschäftige sehr, was dieses Zusammenleben an Interessantem, aber auch an Problemen mit sich bringe.

In der geplanten Komödie «Radio Heimat - Damals war auch scheiße» geht es um das Erwachsenwerden im Ruhrgebiet. Der Film kommt nach Angaben der Produktionsfirma zur Jahreswende ins Kino. In miteinander verknüpften Kurzgeschichten geht es um vier Jugendliche, die in den 1980er-Jahren ihre große Liebe suchen. Zudem plant Regisseur Sönke Wortmann die Ruhrgebietskomödie «Sommerfest» nach einem Buch Goosens.

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