Bochumer Justiz künftig unter einem Dach - frühere Grönemeyer-Schule

Bochum (dpa/lnw) - Die Justiz in Bochum bekommt ein neues Dach über dem Kopf. Bis Ende 2016 sollen Arbeits-, Amts- und Landgericht sowie Staatsanwaltschaft und Soziale Dienste in ein gemeinsames Zentrum auf dem Gelände eines ehemaligen Gymnasiums ziehen, wie der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW am Montag zum Richtfest mitteilte. Wo einst Popsänger Herbert Grönemeyer und Bundestagspräsident Norbert Lammert die Schulbank drückten, sollen rund 750 Mitarbeiter und 330 Referendare ihren Arbeitsplatz bekommen.

2010 waren die Kosten für den Neubau laut BLB mit bis zu 140 Millionen Euro prognostiziert worden. Wegen Insolvenzen, Umplanungen und Vergabebeschwerden könnte es jedoch teurer werden. Genaue Zahlen will der BLB nach einer Sitzung des Verwaltungsrates nennen. Die Bauzeit wird mit insgesamt vier Jahren veranschlagt.

In dem neuen Zentrum soll es für die Mitarbeiter kürzere Dienstwege und damit deutliche Synergieeffekte geben. Ein Saalmanagement sorge für eine optimale Auslastung der 30 Verhandlungsräume, die von allen Gerichten genutzt werden. Der größte wird mit rund 200 Quadratmetern und etwa 150 Plätzen der Schwurgerichtssaal sein. Der Besuchereingang soll mit einer speziellen Eingangsschleuse ausgestattet werden, um mit effektiven Kontrollen für Sicherheit zu sorgen.

Justizzentrum

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