Bochumer Outokumpu-Stahlwerk schließt frühestens im September 2015

Krefeld/Bochum (dpa) - Das Bochumer Outokumpu-Edelstahlwerk schließt frühestens im September 2015. Darauf haben sich die IG Metall und der finnische Edelstahlkonzern Outokumpu am Sonntag in Krefeld geeinigt, wie die Gewerkschaft in Düsseldorf mitteilte. Zuvor werde allerdings bis Ende Februar eine Jury überprüfen, ob eine Verlagerung der Schmelzkapazitäten in zwei andere Standorte im Ausland überhaupt technisch möglich sei. Bei positivem Ausgang des Tests könne das Stahlwerk dann frühestens nach sechs Monaten geschlossen werden.

Keiner der derzeit 450 Beschäftigten habe einen Arbeitsplatzverlust zu befürchten, hieß es weiter. Es sei sichergestellt, dass den Beschäftigten alternative und gleichwertige Arbeitsplätze bei ThyssenKrupp, Outokumpu oder HKM angeboten werden. Außerdem gebe es einen finanziellen Ausgleich und eine Zusatzzahlung in Höhe von 10 000 Euro pro Mitarbeiter.

Die Gewerkschaft und das Unternehmen einigten sich darüber hinaus darauf, den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen an allen deutschen Standorten um fünf Jahre bis Ende 2020 zu verlängern. Derzeit hat Outokumpu in Deutschland rund 3500 Beschäftigte. Die Standort sind Bochum, Krefeld, Dillenburg, Dahlerbrück und Benrath.

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