Brandt: Nicht mehr so oft als «Sohn von» gesehen

Frankfurt/Main (dpa) - Matthias Brandt (50) freut es, dass er inzwischen seltener «als Sohn von Willy Brandt» gesehen wird. «Ich werde schon noch danach gefragt, es steht aber zum Glück nicht mehr so im Mittelpunkt», sagte der Schauspieler, der nächsten Sonntag wieder im Münchner ARD-«Polizeiruf 110» zu sehen ist, der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». «Es ist natürlich, gerade als junger Mensch und gerade, wenn man sich einen öffentlichen Beruf ausgewählt hat wie ich, nicht ganz so leicht, wenn man das Gefühl hat, man wird ausschließlich über einen anderen definiert.

Andererseits ist das nur die Vergrößerung eines Problems, das wohl jeder hat.» Nervig finde er die «Krampfigkeit», mit der mancher an das Thema rangehe. So habe ein Radiomoderator ihn neulich mit einem Filmzitat konfrontiert («Papa, es ist etwas Schreckliches passiert») und gefragt, wann er das denn mal in seinem realen Leben gesagt habe. «Da verdrehe ich dann schon einmal die Augen», sagte Brandt.

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