Brexit-Gefahr: Kunstwerk schnell nach Münster geholt
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Das LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster. Foto: Rolf Vennenbernd/Archivbild
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Münster (dpa/lnw) - Der drohende Brexit als Kunstbeschleuniger: Wegen des möglichen Ausscheidens der Briten aus der Europäischen Union hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein tonnenschweres Kunstwerk frühzeitig nach Münster bringen lassen. Nach Angaben des Verbandes steht die elf Tonnen schwere Skulptur «More Shadow Stack» des irischen Künstlers Sean Scully seit Donnerstag vor dem Eingang des LWL-Museums für Kunst und Kultur am Domplatz in Münster. Die Ausstellung «Sean Scully. Vita Duplex» ist vom 5. Mai bis 8. September in Münster zu sehen.

Laut LWL ist unklar, welche Folgen der Brexit für den internationalen Austausch von Kunstwerken hat. «Daher war es uns wichtig, die Kunstwerke noch vor dem Brexit nach Münster zu transportieren. So konnte gewährleistet werden, dass die Skulpturen von Scully auf jeden Fall zum Ausstellungsbeginn am 5. Mai vor Ort installiert sind», teilte ein Sprecher laut Mitteilung mit.

Nach Angaben eines Beraters von Künstler Scully kommt es bei den britischen Behörden derzeit wegen des möglichen Brexits zu langen Verzögerungen bei den Genehmigungen für Ein- und Ausfuhren.

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