Bundespräsident Gauck besucht Kleve und macht Europa zum Thema

Kleve (dpa/lnw) - Bundespräsident Joachim Gauck macht bei seinem Besuch in Kleve am Niederrhein am kommenden Dienstag Europa zum Thema. Gauck wolle vor der Europawahl am Beispiel der deutsch-niederländischen Region zeigen, wie Europa zusammenwachsen und funktionieren kann, sagte ein Sprecher des Bundespräsidialamtes. Davon ausgehend werde Gauck für die Teilnahme an der Europawahl werben. In der Diskussionsrunde mit Studenten an der Hochschule Rhein-Waal soll die Beteiligung an der Europawahl ein zentrales Thema sein.

Kleve gehört zur Euregio Rhein-Waal, die zu den ältesten Europaregionen zählt. Nimwegen und Kleve wurden im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Aus ersten privaten Kontakten nach dem Krieg entstand ein grenzüberschreitender Austausch auf offizieller Ebene. Heute ist das «Grenzhopping» beim Einkaufen selbstverständlich. Jeder zehnte der 18000 Studenten in Nimwegen ist Deutscher.

Der Bundespräsident will sich am Dienstagmorgen mit Bürgermeistern aus der deutsch-niederländischen Region treffen. Dem folgt ein Bürgerempfang. Nach Angaben der Stadt sind dazu 160 Gäste geladen. Anschließend will Gauck beim Spaziergang durch die Innenstadt den Kontakt mit den Menschen suchen.

Von Kleve aus fährt Gauck ins niederländische Uddel am Nachmittag bei Apeldoorn. Dort besucht er das 1. Deutsch-Niederländische Korps.

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