CDU-Landesgruppenchef nicht für Neuwahl von Parteispitze
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Günter Krings (CDU). Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Chef der nordrhein-westfälischen CDU-Landesgruppe im Bundestag, Günter Krings, hat nach dem angekündigten Rückzug von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer von einer vorzeitigen Neuwahl abgeraten. «Bei der Suche nach dem nächsten CDU-Chef sollten wir uns nicht treiben lassen», sagte er der «Rheinischen Post» (Mittwoch).

«Wenn der Neue frühzeitig feststeht, entsteht der nächste Druck, wie er mit der Kanzlerin kooperiert, weil die ja für volle vier Jahre gewählt wurde», sagte Krings, der auch Staatssekretär im Bundesinnenministerium ist. Von der CDU erwarte man verantwortliches Handeln auch in einer personellen Neuaufstellung. «Dazu würde es nicht passen, auf vorzeitige Neuwahlen hinzuarbeiten.»

Kramp-Karrenbauer hatte am Montag ihren Verzicht auf eine Kanzlerkandidatur erklärt und angekündigt, auch den CDU-Vorsitz abgeben zu wollen. Sie will aber am vereinbarten Fahrplan festhalten: Der sieht eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur erst im Dezember vor.

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