Corona-Krise: Handel in NRW hat schnell wieder Tritt gefasst
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Einkaufsmeile. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen hat nach dem Ende der corona-bedingten Ladenschließungen rasch wieder Tritt gefasst. Im Mai lagen die Umsätze der Händler real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, schon wieder um 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Nominal stiegen die Umsätze im Jahresvergleich sogar um 5,1 Prozent.

Allerdings gab es große Unterschiede zwischen den Branchen: Das höchste Plus verzeichnete mit 28 Prozent der Versand- und Internethandel. Doch auch das Geschäft mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (+14,6 Prozent) sowie mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren (+13,5 Prozent) florierte. Dagegen lagen die Umsätze im Handel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen im Mai noch um 15,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Für die ersten fünf Monate des Jahres 2020 ermittelten die Statistiker für den NRW-Einzelhandel insgesamt eine reale Umsatzsteigerung von 1,6 Prozent. Dabei schwankten die Monatsergebnisse corona-bedingt sehr stark. Nach zwei umsatzstarken Monaten im Januar und Februar dämpfte die Corona-Krise im März und April die Kauflust massiv. Zum Höhepunkt der Krise im April lagen die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel um 4,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

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