Corona: Narzissenblüte in der Eifel fällt für Wanderer aus
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Eine Narzisse blüht bei frühlingshaften Temperaturen um die 20 Grad. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild
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Monschau (dpa/lnw) - In der Eifel bahnt sich ein Naturschauspiel an, wegen der Corona-Krise allerdings weitgehend ohne Zuschauer: Die Narzissenblüte hat begonnen. Die Stadt Monschau und die Gemeinde Hellenthal haben Parkplätze und Zugänge zu den großen Narzissenwiesen gesperrt. Davor seien schon Heerscharen von Wanderern auf den zum Teil schmalen Pfaden unterwegs gewesen, hieß es aus den Rathäusern. Selbst wenn die Leute zu zweit unterwegs seien, könnten sie im Gegenverkehr nicht genügend Abstand halten, begründeten die Kommunen am Donnerstag die Maßnahme.

An den Parkplätzen zu den Wiesen war es den Angaben nach schon in der Woche voll. «Am Dienstagnachmittag gab es an der Höfener Mühle keinen freien Parkplatz mehr. Da standen Autos aus Köln, Bonn, Düsseldorf und Leverkusen», sagte die Chefin der Monschau-Touristik Barbara Frohnhoff. Normalerweise würden am Wochenende wohl wieder Tausende aus dem Rheinland kommen, sagte auch ihre Kollegin in Hellenthal, Rosemarie Wiesen. Mehrere Medien hatten zuvor über die Sperrung berichtet.

Die wild blühenden kleinen Narzissen wachsen im Perlenbachtal und im Fuhrtsbachtal bei Monschau sowie im Oleftal bei Hellenthal auf mehreren Hundert Hektar Fläche. Bei der Vollblüte leuchten Millionen gelber Blüten. Die Narzissenwiesen sind das Ergebnis von Pflegemaßnahmen seit den 80er Jahren, um den Lebensraum der Blume zu erhalten. Die Blüte ist seit vielen Jahren ein touristischer Faktor.

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