Coronaschutzverordnung: Höxter kritisiert Landesregierung

Höxter (dpa/lnw) - Der Leiter des Krisenstabes des Kreises Höxter übt Kritik an der ab Montag geltenden Coronaschutzverordnung des Landes. «Wir hätten uns vom Land einheitliche Vorgaben erhofft», sagt Matthias Kämpfer laut Mitteilung von Freitag. Damit spielt er wie auch der zuständige Landrat Michael Stickeln auf fehlende Regelungen für den privaten Bereich an. «Wir sehen im Kreis Höxter sehr deutlich, dass sich viele Infektionen durch private Kontakte verbreiten. Deshalb bitte ich alle Bürgerinnen und Bürger nochmals eindringlich: Verzichten sie schon jetzt komplett auf Besuche bei Freunden oder Verwandten, auch wenn es ihnen schwer fällt», sagte Stickeln. Die persönlichen Kontakte müssten im öffentlichen Raum ebenso reduziert werden wie in den eigenen vier Wänden. Die ab Montag gültige Coronaschutzverordnung sieht das nicht vor.

Im Kreis Höxter liegt der Wert der Neuinfektionen der letzten sieben Tage pro 100 000 Einwohner derzeit bei über 200. Der Kreis will deshalb auch private Treffen in der Wohnung per Allgemeinverfügung ab Montag (11. Januar) einschränken. Das Land muss dem Plan aber noch zustimmen.

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