DFB hält Kritik von Paderborn-Coach Baumgart für überzogen
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Jochen Drees, Projektleiter Video Assist. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild
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Paderborn (dpa) - Jochen Drees hat das Verhalten von Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) beim Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und dem SC Paderborn (3:2 n.V.) verteidigt. Nach Meinung des Projektleiters für den Bereich Video-Assistent beim DFB ist die Kritik von Paderborn-Coach Steffen Baumgart überzogen, wonach sich der Referee bei der Überprüfung des umstrittenen Siegtreffers von BVB-Angreifer Erling Haaland (95.) respektlos verhalten habe.

Demnach sei der Gang des Schiedsrichters zum TV-Bildschirm an der Seitenlinie «keine Frage des Respekts». «Ein On-Field-Review (OFR) ergibt nur Sinn, wenn der Video-Assistent dem Schiedsrichter einen bildlichen Beleg liefern kann, der die Wahrnehmung auf dem Feld eindeutig widerlegt. Dies war in der Szene am gestrigen Abend aber nicht möglich», sagte Drees.

Baumgart hatte sich im Anschluss an die Partie in einem Fernseh-Interview kritisch über die Leistung des Schiedsrichter-Teams um Stieler (Hamburg) geäußert. Dabei hatte er die fehlende Bereitschaft des Referees beklagt, sich den im Kölner Videokeller überprüften BVB-Siegtreffer persönlich auf einem Monitor am Spielfeldrand anzuschauen. Nach Einschätzung des Trainers hatte keiner seiner Spieler - entgegen der Wahrnehmung von Stieler - den Ball vorher berührt und damit die Abseitsposition des Norwegers aufgehoben.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-288855/2

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