DSHS untersucht Covid-19-Auswirkungen bei Athleten
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Der Haupteingang der Deutschen Sporthochschule Köln. Foto: Esra Ayari/dpa/Archivbild
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Köln (dpa) - Das Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) untersucht die Auswirkungen einer überstandenen Covid-19-Infektion auf das Herz-Lungen-System und die körperliche Leistungsfähigkeit von Spitzensportlern. Wie die Hochschule am Mittwoch ankündigte, soll die Studie in Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt NRW/Rheinland von Juni an zunächst bis zu den Olympischen Spielen in Tokio 2021 erfolgen.

In Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt soll im Rahmen der sportmedizinischen Kaderuntersuchungen zur Sporttauglichkeit routinemäßig auch der Covid-19-Antikörperstatus erhoben werden. Die Untersuchungen erfolgen zum Nachweis beziehungsweise Ausschluss einer bereits überstandenen Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Covid-19 teilweise verschiedene Organsysteme erfassen kann.

Man wolle der «ärztlichen Verantwortung für die von uns betreuten Athletinnen und Athleten gerecht werden», sagte Professor Hans-Georg Predel, Leiter des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der DSHS, das die Kader-Untersuchungen für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) durchführt.

Man hoffe, durch die Untersuchung von Spitzensportlern gleichzeitig «wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse über Covid-19 zu gewinnen, die für die Gesamtgesellschaft relevant sind», so Predel. «Wir können bei Athletinnen und Athleten, die an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit gehen, wie durch ein Brennglas beobachten, ob und welche medizinischen Folgen bei Covid-19 auftreten können.»

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