De Maizière: Satudarah-Rocker wurden aus den Niederlanden gesteuert

Berlin (dpa) - Der in Deutschland jetzt verbotene Rockerclub Satudarah ist bei seinen Verbrechen von Anführern aus den Niederlanden gesteuert worden. Das teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Dienstag in Berlin mit. Die Rocker seien vor allem im Drogen- und Waffenhandel aktiv gewesen und hätten eine «schwerwiegende Gefährdung für die öffentliche Sicherheit» dargestellt. «Das war nicht länger hinnehmbar», betonte de Maizière.

Er hatte zuvor ein Verbot gegen Satudarah ausgesprochen. Bei Durchsuchungen waren am Dienstag laut Bundesinnenministerium rund 1000 Polizisten im Einsatz, darunter auch Spezialkräfte. Sie fanden unter anderem Drogen, Schwerter, Schutzwesten, Munition und Macheten.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) sagte über die Satudarah-Rocker: «Sie üben Selbstjustiz, sie verachten den Rechtsstaat.» Um ihren Machtanspruch zu verteidigen, hätten sie auch vor Sprengstoffanschlägen nicht zurückgeschreckt.

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