De Maizière offen für Aufnahme weiterer Flüchtlinge aus Syrien

Dortmund (dpa) - Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) steht Forderungen nach einer Aufnahme weiterer syrischer Flüchtlinge in Deutschland offen gegenüber. «Deutschland macht viel, wir können auch noch ein bisschen mehr machen», sagte er am Mittwochabend in Dortmund. «Auch da müssen wir über die Kosten reden zwischen Bund und Ländern», fügte er mit Blick auf die Innenministerkonferenz hinzu, die ebenfalls am Mittwochabend begann. «Das werden wir jetzt tun, aber nicht vor den Mikrofonen, sondern hinter verschlossenen Türen.» De Maizière war auf dem Weg zu der Konferenz.

Bei der Innenministerkonferenz in Bonn wollen die Ressortchefs über ein drittes Bundesprogramm zur Aufnahme weiterer Flüchtlinge entscheiden. Bereits vor Beginn der Tagung hat sich eine breite Mehrheit der Länder für ein größeres Engagement ausgesprochen. So bekräftigte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD), dass die aktuellen zwei Bundesprogramme zur Aufnahme von 10 000 weiteren Flüchtlingen zu wenig seien. Vor allem Bayern und Hessen forderten allerdings eine genaue Klärung der Kostenverteilung zwischen Bund und Ländern.

Derzeit haben etwa 40 000 syrische Flüchtlinge Zuflucht in Deutschland gefunden - die meisten von ihnen sind allerdings als Asylbewerber gekommen und nicht über die zwei Bundesprogramme.

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