Die Welt in Farbe vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs

Bonn (dpa/lnw) - Im Rheinischen Landesmuseum in Bonn wird heute eine Ausstellung mit über 100 Jahre alten Farbfotos eröffnet. Im Zentrum stehen die fast vergessenen Farbfotografien und Filme des französischen Bankiers Albert Kahn. Der hatte in einer Zeit, in der die Staaten Europas bereits zum Krieg rüsteten, Fotografen in alle Welt geschickt, um mit ihren Farbbildern ein Archiv des Planeten aufzubauen. Zudem werden im Auftrag von Zar Nikolaus II. entstandene Farbfotografien des Russischen Reiches, das «Stollwerck-Album» und das Großprojekt «Bilder aus den deutschen Kolonien» gezeigt. «1914 - Welt in Farbe. Farbfotografie vor dem Ersten Weltkrieg» lautet der Titel der Ausstellung.

Sie ist Auftakt des Verbundprojektes «1914 - Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg». Dazu wird es bis Ende des kommenden Jahres elf Ausstellungen und ein Exkursionsprogramm geben. Heute beginnt in Bonn zudem ein dreitägiger Kongress unter dem Titel «Aggression und Avantgarde». Dabei wollen sich namhafte Wissenschaftler mit der Zeit von der Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg befassen.

Museums-Website zur Ausstellung

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