Drittmittel-Einnahmen der NRW-Hochschulen deutlich gestiegen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Hochschulen in NRW stützen sich finanziell verstärkt auf sogenannte Drittmittel von öffentlichen und privaten Stellen. Allein von 2017 bis 2018 legten sie um mehr als acht Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Insgesamt gaben die nordrhein-westfälischen Hochschulen (ohne medizinische Einrichtungen der Hochschulen) 2018 rund sieben Milliarden Euro für Lehre und Forschung aus. Laut IT.NRW waren das etwa 423 Millionen Euro oder 6,4 Prozent mehr als im Jahr 2017. Größter Ausgabeposten mit fast 60 Prozent war das Personal.

Experten sehen die zunehmende Abhängigkeit der Hochschulen von Drittmitteln kritisch: Damit steige auch die Ungleichheit in der Hochschullandschaft zwischen erfolgreichen und abgewiesenen Antragstellern, sagte Roland Bloch, Hochschulforscher an der Universität Halle-Wittenberg. Das Geld fließe zudem in den meisten Fällen in die Forschung, nicht aber in die Lehre.

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