EKD-Chef Schneider für NPD-Verbot

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat sich für ein NPD-Verbot ausgesprochen. Es sei «ärgerlich», dass die rechtsextreme Partei aus Steuermitteln finanziert werde und in Parlamenten ein Forum zur öffentlichen Selbstdarstellung habe, sagte Schneider am Montagabend in Düsseldorf. Noch ärgerlicher sei, dass dadurch ein Eindruck entstehe, die NPD sei «normal und akzeptabel». Ein neuerliches Verbotsverfahren müsse juristisch gut abgesichert werden, sagte Schneider, der auch Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland ist. Ein Verbot sei aber keine Alternative dazu, dass man mit der NPD und ihren Anhängern politisch umgehen müsse.

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