Eichenprozessionsspinner: Schädliche Raupe wieder unterwegs
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Eichenprozessionsspinner sitzen in ihrem Nest auf einem Baum. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild
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Dortmund (dpa/lnw) - Vorsicht vor dem Eichenprozessionsspinner: Das warme, trockene Wetter hat in diesem Jahr die Entwicklung der Raupe mit den gefährlichen Brennhaaren begünstigt. Die Tiere haben begonnen, in den frühzeitig belaubten Eichen ihre Gespinste zu bauen und auch angefangen umherzuwandern, wie Experten nun berichten. Damit steige auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Brennhaare der Raupe durch die Luft wirbeln. Diese können beim Menschen im Fall eines Kontakts schwere Hautreizungen sowie Atembeschwerden hervorrufen.

In der Regel bereiten die abgeworfenen Härchen der Larven erst ab Juni größere Probleme. Der sonnenreiche und trockene April habe aber viele Eichen frühzeitig austreiben lassen, so dass die Larven bereits früh Futter fanden, wie Nobert Geisthoff, Waldschutzberater beim Landesbetrieb Wald und Holz, berichtete. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Nachtfalter von den Niederlanden gen Westen ausgebreitet. In den vergangenen Frühsommern sorgte er vor allem am Niederrhein, im Münsterland und vielen Ruhrgebietsstädten für Probleme.

Die Stadt Dortmund etwa hat sich in diesem Jahr auf einen noch stärkeren Befall als im Vorjahr vorbereitet. Vorbeugend habe man Meisenkästen installiert, weil die Vögel die Raupen auf ihrem Speiseplan haben, wie ein Sprecher mitteilte. Auch Lebendfallen würden erprobt. Zudem sollen nun mehrere Teams der Stadt beginnen, die Nester abzusaugen. Eine Raupenmelder-Hotline sei freigeschaltet, teilte die Stadt am Dienstag mit.

Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen hatte im Frühjahr einen Leitfaden veröffentlicht, wonach eine Kombination von Absammeln, Absaugen und dem Einsatz von Pestiziden das effektivste Verfahren im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner sei. Mehrere Kommunen und auch der Landesbetrieb Straßen.NRW haben entsprechend im Frühjahr ein Biozid versprüht, das die Raupen über ihre Nahrung aufnehmen. Kritik an dem großflächigen Einsatz kam unter anderem vom Umweltverband BUND, weil das Mittel auch andere Schmetterlinge töte.

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