Eilantrag: Friseurin will Schließung von Salons kippen
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Ein Friseur schneidet einem Kunden die Haare. Foto: Harald Tittel/dpa/Symbolbild
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Münster (dpa/lnw) - Eine Friseurin aus Niederkassel (Rhein-Sieg-Kreis) will im Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) die Schließung der Friseursalons in Nordrhein-Westfalen kippen. Ein Antrag gegen den entsprechenden Passus in der nordrhein-westfälischen Coronaschutzverordnung sei am Mittwoch eingegangen, teilte eine Sprecherin des OVG in Münster mit. Darin sind Friseurdienstleistungen aus Infektionsschutzgründen untersagt.

Seit Mitte Dezember sind alle Friseursalons in Deutschland als Coronamaßnahme geschlossen. Dem Friseurbedarf-Vertrieb «Wild Beauty» zufolge sind inzwischen in zehn Bundesländern Friseurinnen und Friseure für die Öffnung ihrer Betriebe vor Gericht gezogen. Der Anbieter unterstützt die klagenden Friseure nach eigenen Angaben. Viele Salons seien inzwischen wirtschaftlich am Ende und müssten um ihre Existenz fürchten, hieß es in einer Mitteilung weiter. Die Handwerksbetriebe hätten nach der Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown 2020 gezeigt, dass bei der Einhaltung strenger Hygienevorschriften kein erhöhtes Infektionsrisiko von ihnen ausgehe.

Am Dienstag hatte das Thüringer OVG das Verbot körpernaher Dienstleistungen, wie sie Friseure anbieten, in der gegenwärtigen Infektionslage, für verhältnismäßig erklärt und den Eilantrag einer Friseurmeisterin aus Eisenach abgewiesen.

© dpa-infocom, dpa:210203-99-287671/2

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