Eltern bekommen Schmerzensgeld wegen verschwundener Babyleiche

Herne (dpa/lnw) - Nach dem spurlosen Verschwinden einer Babyleiche aus dem Marienhospital in Herne im Januar zahlt die Klinik den Eltern ein Schmerzensgeld. Darauf habe man sich mit dem Anwalt der Hinterbliebenen geeinigt, teilte der Geschäftsführer der Katholischen Kliniken Rhein-Ruhr am Donnerstag mit und bestätigte damit Medienberichte. «Hierzu gab es keine rechtliche Verpflichtung», sagte Theo Freitag weiter. Über vertragliche Details sei Stillschweigen vereinbart worden. Auch zur Höhe der Summe äußerte die Klinik sich nicht.

Das Frühchen war am 13. Januar nach einer Notoperation im Marienhospital Herne gestorben. Als ein Bestatter den Leichnam zur Beerdigung abholen wollte, war das Bettchen in der Leichenhalle leer. Bis heute bleibt ungeklärt, was mit der Babyleiche geschehen ist. Die Staatsanwaltschaft hatte keine Anhaltspunkte für vorsätzliches Fehlverhalten feststellen können und die Suche schließlich eingestellt.

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