Eltern wollen Schmerzensgeld für getöteten Sohn
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Eine Bronzestatue der Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Drei Jahre nach der Verurteilung wegen Totschlags hat der Täter in einem ungewöhnlichen Zivilprozess erstmals über sein Vergehen gesprochen. Der heute 31-Jährige sagte am Freitag vor dem Landgericht in Düsseldorf aus, dass er seinen Cousin, das spätere Opfer, getroffen habe und von ihm angegriffen worden sei. Demnach gab es eine körperliche Auseinandersetzung. Nach einem Schlag mit einem Spaten sei der Cousin umgefallen und habe nicht mehr geatmet.

In dem Zivilprozess fordern die Eltern des Opfers - der Onkel und die Tante des Täters - 146 000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld von dem 31-Jährigen. Die Verurteilung wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft könne durch die Aussage nicht mehr aufgehoben werden, stellte das Gericht zu Beginn der Verhandlung klar. In dem Strafprozess hatte der Mann beharrlich geschwiegen und kein Motiv genannt. Erst am Tag der Urteilsverkündung hatte er gesagt, er bereue die Tat zutiefst. Das Gericht will am 17. Oktober eine Entscheidung verkünden.

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