Empörung über Entscheidung zu schwulen Schützen

Berlin/Leverkusen (dpa/lnw) - Lesben und Schwule reagieren empört auf die Entscheidung des zweitgrößten deutschen Schützenbundes, homosexuelle Königspaare zu verbieten. «Das ist außerordentlich bedauerlich und auch peinlich», sagte eine Sprecherin des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD) am Montag in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. «Der Schützenbund agiert ohne Respekt und gibt die ältesten Vorurteile zum Besten.»

Der katholisch geprägte Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften hatte am Sonntag beim Verbandstag in Leverkusen mit 450 Stimmen bei 28 Gegenstimmen entschieden, dass schwule Schützenkönige bei Umzügen nicht mehr direkt neben ihrem Lebenspartner marschieren sollten. Damit setze der Verein Tradition mit Homophobie gleich, sagte die LSVD-Sprecherin.

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