Ermittler setzen vermehrt auf elektronische Fahndung

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Polizei in Nordrhein-Westfalen setzt bei der Fahndung nach Straftätern zunehmend auf verdeckte elektronische Ermittlungsmethoden. Das geht aus einer Antwort des NRW-Innenministeriums auf eine Anfrage der Piratenfraktion hervor. So wurden im vergangenen Jahr fast 310 000 sogenannte «Stille SMS« verschickt, um Handys zu orten, ohne dass der Besitzer dies merken kann. Im Jahr 2011 waren es noch 245 000 Stille SMS. Auch die Funkzellenabfrage ist bei den Ermittlern ein beliebtes Instrument geworden, um herauszufinden, welche Handys etwa zur Tatzeit in der Funkzelle eines Tatorts eingeloggt waren. Wurden 2010 erst 138 Funkzellenabfragen bei den Mobilfunkanbietern gestellt, sind im vergangenen Jahr 4145 gewesen. Eine knappe Million Euro ließ sich die Polizei dies 2013 kosten.

Antwort auf Große Anfrage

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