Ermittlungen im Fall von Mordverdacht nach Autorennen
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Die Nachbildung der Justitia steht neben einem Holzhammer und Akten. Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild
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Aachen (dpa) - Im Fall eines mutmaßlichen Autorennens mit einem unbeteiligten getöteten Mädchen will die Staatsanwaltschaft Aachen zügig ermitteln. Unter anderem sollten Gutachten zum Unfallhergang eingeholt werden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Freitag. Wegen Mordverdachts wurden gegen zwei 19 Jahre alte Männer Haftbefehle erlassen. Sie sollen Anfang August in der Voreifel bei Simmerath den Unfall verursacht haben, bei dem in einem Auto ein acht Jahre altes Mädchen tödlich und zwei weitere Insassen schwer verletzt wurden.

Nach den bisherigen Ermittlungen hätten die beiden 19-Jährigen sich mittags entschlossen, ein Autorennen zu fahren, wie die Staatsanwaltschaft sagte. In der Linkskurve einer Landstraße hätten die hintereinander Fahrenden einen Wagen überholt. Während der erste rechts einscheren konnte, prallte der zweite auf der Gegenspur frontal gegen ein Auto.

Dessen Fahrer habe nicht mehr ausweichen können. Alle Insassen, der 40-jährige Fahrer, seine 32 Jahre alte Beifahrerin und das Kind wurden lebensgefährlich verletzt. Die Tochter der Frau starb später im Krankenhaus. Den jungen Fahrern wird unter anderem Mord, versuchter Mord in zwei Fällen und Teilnahme an einem verbotenen Autorennen vorgeworfen. Einer von ihnen wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt.

Zur Aufklärung des Unfalls außerhalb einer geschlossenen Ortschaft hatte die Polizei Zeugen gebeten, sich zu melden. Laut Staatsanwaltschaft ist der 40-jährige Fahrer mittlerweile außer Lebensgefahr, seine Beifahrerin wird weiter schwer verletzt in einer Klinik behandelt.

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