Ermittlungen zum Tod eines Häftlings in Herford dauern an

Herford/Bielefeld (dpa/lnw) - Zehn Tage nach dem Tod eines jungen Häftlings in der Justizvollzugsanstalt Herford dauern die Ermittlungen an. Das Ermittlungsverfahren zur genauen Todesursache laufe weiter und könne noch einige Wochen dauern, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld, Christoph Mackel, am Mittwoch auf Anfrage. Der 21 Jahre alte Häftling war in der Nacht zum 31. August gestorben. Die JVA in Herford ist ein Jugendstrafvollzug. Derzeit verbüßen dort rund 260 Häftlinge ihre Strafe.

Nach ersten Untersuchungen der Rechtsmedizin in Münster starb der Häftling an einem Schock, verursacht durch eine Bauchfellentzündung. Es stünden aber noch weitere Untersuchungen aus. Außerdem müsse die Krankengeschichte geprüft werden.

Weder Mackel noch der Leiter der JVA Herford, Friedrich Waldmann, wollten sich zu einem Bericht der «Neuen Westfälischen» äußern, wonach der junge Häftling bereits Wochen vor seinem Tod sich immer wieder sehr auffällig verhalten habe. Mehrmals habe der Mann aus Rumänien, der kaum Deutsch sprach, Hand an sich gelegt. Zweimal sei er im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg untersucht und für haftfähig erklärt worden, heißt es in dem Bericht. Nach dem jetzigen Wissensstand könne er sich keine Vorwürfe machen, betonte Waldmann.

Mitteilung vom 1.9.

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