Erpresser wollte von Rotterdamer Kunstdiebstahl profitieren

Köln (dpa/lnw) - Der spektakuläre Kunstdiebstahl von Rotterdam hat ein Nachspiel in Köln. Das Kölner Amtsgericht verurteilte am Dienstag einen Erpresser, der für der Wiederbeschaffung der gestohlenen Bilder 1,5 Millionen Euro verlangt hatte, zu eineinhalb Jahren Haft. Der 46 Jahre alte Mann hatte behauptet, Kontakt zu den Tätern zu haben. Diese hatten im Oktober letzten Jahres in Rotterdam unter anderem Werke von Picasso, Monet und Matisse gestohlen. Der Erpresser beauftragte zwei Kölner Rechtsanwälte, mit dem rechtmäßigen Besitzer der Kunstwerke Kontakt aufzunehmen. Der Besitzer brachte daraufhin einen niederländischen V-Mann ins Spiel, der einen Beweis für die Behauptung verlangte, dass der Mann die Bilder beschaffen könne. Er verlangte ein Foto eines der Gemälde zusammen mit einer aktuellen Tageszeitung. Das aber konnte der Mann nicht liefern.

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