Erst Junggesellenabschied, dann Bund fürs Leben

Bonn (dpa/lnw) - Vor der Heirat kommt der Junggesellenabschied, und zwar immer öfter. «Es ist ein relativ junger Brauch, der sich stark etabliert hat», sagt die Volkskundlerin Andrea Graf vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn. «Die Art der Feier kann sehr variieren», erklärt sie. Der Bogen reicht von einem Fest ohne großen Trubel bis hin zur alkoholgetränkten Feier mit Verkleidung in einer Großstadt wie Köln oder Düsseldorf. Die Wissenschaftlerin hat das relativ junge Abschiedsritual vom Single-Dasein erforscht. Es kam vor etwa 20 Jahren auf. «Ich glaube, es gehört für die meisten Leute, die heiraten, dazu», meinte die Volkskundlerin über ihre Befragung von fast 100 Teilnehmern.

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