Essen: Mobile Impfaktion für Wohnungslose und Flüchtlinge
DPA
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet spricht im Plenum des Landtags. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/archivbild
DPA

Essen (dpa/lnw) - Die Stadt Essen startet in der kommenden Woche eine mobile Impfaktion für rund 700 Wohnungslose und 400 Flüchtlinge aus Asylunterkünften der Stadt. Das teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Die Impfungen würden gemeinsam mit den Trägern der Wohlfahrtspflege organisiert und in den Einrichtungen der Träger durchgeführt. Erste Impfsprechstunden mit Informationen zur Schutzimpfung seien bereits abgehalten worden - teils auch in den Herkunftssprachen der Menschen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte angesichts hoher Corona-Infektionszahlen Schwerpunktaktionen für soziale Brennpunkte angekündigt. «Da wo Menschen in beengteren Wohnverhältnissen leben, ist die Gefahr sich anzustecken größer als bei jemanden, der in einem großzügig angelegten Einfamilienhaus wohnt», hatte er gesagt.

Neben der Impfaktion setzt Essen auch auf verstärkte Aufklärung. So sollten etwa Mythen über eine angebliche Unfruchtbarkeit als Folge der Impfung ausgeräumt werden, sagte ein Sprecherin. In Duisburg informieren nach Auskunft einer Sprecherin täglich Fahrzeuge des Ordnungsdienstes per Lautsprecherdurchsage in Quartieren mit vielen Neuinfektionen in mehreren Sprachen über Corona-Schutzmaßnahmen. In Herne werde seit dieser Woche in acht Sprachen plus der deutschen über Lautsprecherdurchsagen dazu aufgefordert, sich impfen zu lassen, sagte ein Stadtsprecher.

© dpa-infocom, dpa:210430-99-418795/2

SOCIAL BOOKMARKS