Evangelische Kirche weist Vorwürfe in AfD-Papier zurück

Erfurt/Berlin (dpa/th) - Vertreter der Evangelischen Kirche haben Vorwürfe in einem Positionspapier mehrerer AfD-Landtagsfraktionen entschieden zurückgewiesen. Das Papier sei mit Halbwahrheiten, Diffamierungen und Unterstellungen angereichert, heißt es in einer Mitteilung der Evangelischen Akademie Berlin. Mehrere AfD-Fraktionen hatten das Positionspapier mit dem Titel «Unheilige Allianz» bereits im Juni zusammen vorgestellt. Darin wird der evangelischen Kirche vorgeworfen, sie vertrete in Bezug auf Genderfragen, Klimaschutz, Flüchtlinge und in ihrer Haltung zur AfD politische Positionen.

Hinter dem Papier stehen die AfD-Fraktionen von Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich nicht um ein Papier der gesamten AfD.

In einer im Internet veröffentlichten Stellungnahme wirft Heinz-Joachim Lohmann, Beauftragter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg Schlesische Oberlausitz, der AfD unter anderem «Selbstüberschätzung und Ignoranz gegenüber der Bibel» vor. Die Partei versuche in ihrem Kirchenpapier «die Spaltung zwischen den guten einfachen Gläubigen und den schädlichen Eliten aufzumachen», heißt es darin.

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