Eventim steigt bei Impfterminvergabe in NRW ins Boot
DPA
Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration
DPA

Düsseldorf (dpa/lnw) - Bei der Corona-Impfterminvergabe in NRW steigt auch der Ticketverkäufer CTS Eventim mit ins Boot. Die Stadt Dortmund habe das Unternehmen beauftragt, sagte eine Stadtsprecherin am Donnerstag auf dpa-Anfrage. Zuvor hatten die «Ruhr Nachrichten» berichtet. In Schleswig-Holstein ist Eventim im Auftrag das Gesundheitsministeriums bereits mit dem Impftermin-Management befasst.

Die Landesregierung NRW habe die Terminvergabe jenseits der Gruppen in der höchsten Priorisierungsstufe eins und der Menschen über 80 Jahren den Kommunen übertragen, hieß es aus Dortmund. «Darauf bezieht sich die Beauftragung.» So sei die gerade erfolgte Impfung des Rettungsdienstes terminlich von der Kommune organisiert worden.

In welchem Maße man Eventim demnächst einsetzen werde beim Termin-Management sei noch ungewiss. Dafür brauche es «erst einmal Klarheit von Seiten der Landesregierung, wie sie den weiteren Weg sieht und wem sie im Weiteren welche Aufgabe übertragen wird», sagte die Sprecherin. «Wir warten hierzu eine verbindliche Aussage ab.» Sollte das Land der Kommune hier weitere Aufgaben zuweisen, werde Dortmund diese «soweit sinnvoll und möglich, an Eventim übertragen.»

Das NRW-Gesundheitsministerium teilte mit, es werde derzeit noch in der «Gruppe eins» geimpft, also in Pflegeheimen und besonders von Covid-19 betroffenen Krankenhausbereichen. Bei der Impfung der Gruppe 80plus obliege die Terminvergabe den beiden Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe. Die Impftermine für Personen bis 65 Jahre aus Berufsgruppen wie Pflegern oder Medizinern liege dagegen bei den Kommunen. Ob die Kreise und Städte bei den Terminen auf externe Partner setzen, wisse man nicht. Auch der Städte- und Gemeindebund hatte dazu keine Übersicht.

In einem nächsten Schritt werde das Land den Gruppen der Priorität zwei ein Impfangebot unterbreiten, hieß es aus Düsseldorf. «Das Verfahren für diese hinzukommenden impfberechtigten Personen- und Berufsgruppen wird derzeit vom Ministerium erarbeitet.»

© dpa-infocom, dpa:210218-99-496691/2

SOCIAL BOOKMARKS