Ex-BLB-Chef nach Verurteilung im Gerichtssaal verhaftet
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Der ehemalige Geschäftsführer BLB, Ferdinand Tiggemann. Foto: Marius Becker/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Ex-Chef des landeseigenen Baubetriebs BLB, Ferdinand Tiggemann, ist unmittelbar nach seiner Verurteilung am Montag noch im Gerichtssaal verhaftet worden. Das Düsseldorfer Landgericht sah Fluchtgefahr. Tiggemann kommt demnach in Untersuchungshaft.

Der Ex-BLB-Chef war zuvor wegen Bestechlichkeit und Untreue zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter gingen sogar über die Forderung der Staatsanwaltschaft von sechs Jahre Haft hinaus. Die Verteidiger hatten die Vorwürfe zurückgewiesen und Freispruch beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In dem Prozess ging es um eine millionenschwere Korruptionsaffäre bei landeseigenen Bauprojekten in NRW. In mehreren Fällen, bei denen das Land durch den BLB als Bauherr auftrat, sollen dem Steuerzahler durch Korruption und Untreue Schäden in Millionenhöhe entstanden sein.

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