Ex-Coach Funkel zu FC-Träumereien: «Kirche im Dorf lassen»
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Friedhelm Funkel. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa) - Friedhelm Funkel empfiehlt seinem früheren Club 1. FC Köln vor dem Derby gegen seinen anderen Ex-Club Fortuna Düsseldorf, auch mal «die Kirche im Dorf zu lassen». Hintergrund für Funkels Einschätzung sind die Träumereien im FC-Umfeld vom Europapokal. «Aber der Verein ist immer noch ein Aufsteiger», sagte Funkel im Interview des «Express» (Dienstag). «Europa ist noch weit weg.»

Die Kölner stehen vor dem Duell am Samstag gegen den rheinischen Rivalen zehn Punkte vor der Fortuna in der Tabelle und haben als Zehnter sechs Zähler Rückstand auf die Europa-League-Ränge. Funkel sieht seine Ex-Teams aber «auf Augenhöhe»: «Ich messe die Qualität nicht an der aktuellen Tabelle, sondern an den Mannschaften.» Auch die Kölner müssten noch «fünf, sechs Punkte für die Rettung» holen.

Funkel war Anfang des Jahres in Düsseldorf beurlaubt worden. Der 66-Jährige bemängelte, dass die Fortuna unter Nachfolger Uwe Rösler trotz guter Spiele zu wenig Siege geholt habe. «Das sind verschenkte Punkte», meinte Funkel, der am Sonntag (18.00 Uhr) auf ein 2:1 der Fortuna hofft: «Ich hatte eine wunderschöne Zeit beim FC und sympathisiere mit dem Verein, der Stadt und den Menschen. Aber mein Fußballherz gehört nach den fünf tollen Trainerjahren Düsseldorf.» In Köln hatte Funkel von Februar 2002 bis Oktober 2003 gearbeitet.

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