Expertin: Familienzentren sind ein Anker für viele Eltern

Duisburg/Essen (dpa/lnw) - Der Kita-Streik in Nordrhein-Westfalen legt auch die Arbeit der speziellen Familienzentren lahm. Im Alltag vieler Eltern seien Familienzentren ein wichtiger sozialer Anker, sagte die Sozialwissenschaftlerin Sybille Stöbe-Blossey von der Universität Duisburg/Essen. Vor allem benachteiligte Familien oder Eltern mit geringem Einkommen würden von den zahlreichen Beratungs- oder Bildungsangeboten an den landesweit 3200 Einrichtungen profitieren - von Tipps zu preiswertem Kochen bis zur Hilfe bei Behördengängen. Erzieher seien dort nicht nur Betreuer. «Sie erfüllen für diese Eltern eine Lotsenfunktion», sagte Stöbe-Blossey.

Nach Angaben des NRW-Familienministeriums sind seit 2006 rund ein Drittel der insgesamt 10 000 Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren ausgebaut worden. Für das nächste Jahr hat die Landesregierung Geld für 100 weitere Einrichtungen zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr werden Familienzentren mit mehr als 33 Millionen Euro gefördert.

Forscherin

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