Expertin: Rückkehr ins Büro im Austausch mit Mitarbeitern
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Eine Frau arbeitet im Homeoffice und nimmt an einer Telefonkonferenz teil. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild
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Dortmund (dpa) - Nach Ansicht von Arbeitspsychologen sollte die Rückkehr ins Büro nach einer coronabedingten Homeoffice-Phase am besten schrittweise im Austausch mit den Mitarbeitern erfolgen. «Zum einen ist es gut wegen Corona, wenn nicht alle gleichzeitig wieder Vollzeit im Büro sind», sagte Wissenschaftlerin Hannah Schade vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. «Und für jede psychologische Anpassung ist es einfacher, wenn sie graduell passiert.»

Über die Wochen im Homeoffice hätten viele Berufstätige gelernt, für welche Tätigkeiten sich das Arbeiten im Homeoffice gut eigne und welche besser im Büro klappten. Dies sollten Arbeitgeber für eine konstruktive Diskussion über den zukünftigen Einsatz von Homeoffice nutzen, so Schade. Man müsse mit Ablehnung rechnen, «wenn Führungskräfte versuchen, starre Regeln einfach so weiterzuführen, ohne dass es dafür eine Notwendigkeit gibt», erklärte Schade.

Während Anfang April deutlich mehr als ein Viertel der Arbeitnehmer im Homeoffice gearbeitet hat, lag dieser Wert Anfang Mai schon deutlich darunter, wie aus der Mannheimer Corona-Studie hervorgeht, für die Forscher der dortigen Universität in einer Langzeit-Studie regelmäßig etliche Bürger befragen. Mitte Mai waren es noch knapp neun Prozent, die angaben, komplett im Homeoffice zu arbeiten, gut 20 Prozent waren zumindest teilweise wieder vor Ort im Job.

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