Familiendrama in Bad Driburg: Vater innerlich verblutet
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Rollläden einer Wohnung sind in Bad Driburg herunter gelassen. Foto: Friso Gentsch/Archiv
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Bad Driburg (dpa/lnw) - Sechs Tage nach einem Familiendrama mit drei Toten im ostwestfälischen Bad Driburg liegt das Obduktionsergebnis vor. Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Ralf Meyer von Dienstag ist der Familienvater innerlich verblutet. «Er hat eine lebenswichtige Ader getroffen», sagte Meyer der dpa. Er hatte sich und zwei seiner drei Kinder im Alter von fünf und acht Jahren nach einem Ehestreit in der eigenen Wohnung mit Messerstichen getötet. Die Rechtsmediziner fanden Stichverletzungen in den Oberkörpern der drei Opfer. Die Ehefrau und ein dreijähriges Kind überlebten.

Nachbarn hatten nach einer lautstarken Auseinandersetzung die Polizei gerufen. Die Frau war schreiend auf die Straße geflüchtet. Als die Polizei eintraf, hatte sich der Mann mit den Kindern in die Wohnung zurückgezogen und einen erweiterten Suizid ausgeführt. Zum Tatmotiv liegen noch keine Erkenntnisse vor. Auch ist noch offen, warum das dritte Kind in der Wohnung überlebt hat.

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