Fast 400 Gefangene in NRW entwischt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Fast 400 Strafgefangene sind in Nordrhein-Westfalen innerhalb von neun Monaten geflüchtet oder nach Ausgängen nicht ins Gefängnis zurückgekehrt. Das geht aus einem Bericht des NRW-Innenministeriums an den Fachausschuss des Düsseldorfer Landtags hervor. Demnach gab es zwischen Juli 2012 und März 2013 insgesamt 149 sogenannte Entweichungen. Dazu zählen sowohl klassische Ausbrüche als auch die Flucht aus einem Gericht oder einer Arztpraxis. 229 Verurteilte kehrten von anderen Ausgängen nicht zurück, etwa nach Familienbesuchen. Anlass für die Debatte im Innenausschuss war die Flucht eines verurteilten Mörders aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Werl im vergangenen Februar.

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