Finanzgericht: Verlust im EU-Ausland kann Steuer mindern

Köln (dpa/lnw) - Endgültige Verluste eines Unternehmens im EU-Ausland können in Deutschland steuermindernd berücksichtigt werden. Das hat das Finanzgericht Köln im Fall einer klagenden GmbH entschieden, die 2006 eine Anzahlung von 300 000 Euro für den geplanten - später aber gescheiterten - Kauf von Ferienwohnungen in Belgien verloren hatte. Bei Festsetzung der Körperschaftssteuer wollte das Finanzamt diesen Verlust nicht berücksichtigen, wie das Gericht am Montag mitteilte. Dagegen klagte das Unternehmen mit Erfolg. Die Kölner Entscheidung stützt sich auf ein jüngeres Urteil des Europäischen Gerichtshofs, dem zufolge finale Auslandsverluste im Ansässigkeitsstaat des Unternehmens berücksichtigt werden müssen.

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