Flugzeug-Absturz: Demnächst erster Bericht zum Flugverlauf

Le Bourget (dpa) - Die französische Luftfahrt-Untersuchungsbehörde Bea arbeitet weiter an der Analyse der Flugschreiber des abgestürzten Germanwings-Airbus. Derzeit würden die Daten des Stimmrekorders und des Flugdatenschreibers synchronisiert, sagte eine Sprecherin der Behörde am Mittwoch in Le Bourget bei Paris der Deutschen Presse-Agentur. Bis zur Veröffentlichung eines ersten Berichts sei es «eine Frage von Wochen». Darin wollen die Experten auf Basis der Blackbox-Daten präzise den Ablauf des Fluges schildern. «Wir arbeiten sehr intensiv, um ihn schnell zu veröffentlichen.»

Bei dem Absturz in den französischen Alpen waren am 24. März alle 150 Menschen an Bord gestorben. Der Copilot soll den Kapitän absichtlich aus dem Cockpit ausgeschlossen und das Flugzeug auf Sinkflug gebracht haben - dies hatten erste Analysen der Flugschreiber-Daten ergeben.

Die Untersuchungsbehörde Bea, das französische Gegenstück der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, ist für die Sicherheitsuntersuchung zuständig, die nach jedem Flugzeugunglück üblich ist. Der Bericht über den Ablauf des Flugs ist dabei nur ein erster Schritt: Danach will die Behörde weiter die Schließmechanismen von Cockpittüren und das Prozedere zur Überprüfung der Flugtauglichkeit von Piloten unter die Lupe nehmen.

Webseite der französischen Untersuchungsbehörde Bea

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