Forscher befürchtet Rechtsruck bei der NRW-Landtagswahl

Düsseldorf (dpa/lnw) - Jahrzehntelang galt Nordrhein-Westfalen als aussichtsloses Pflaster für Rechtspopulisten - damit könnte es aus Forschersicht nach der Landtagswahl im Mai vorbei sein. Mit der AfD habe sich die Sympathisantenbasis einst isolierter rechter Randgruppen bis ins Bürgertum verbreitert, sagte Extremismusforscher Alexander Häusler am Montag in Düsseldorf. Zwar habe es in NRW, wie in ganz Deutschland, schon lange auch extrem rechts orientierte Einstellungen in den Köpfen gegeben. Bislang habe sich das aber nie als große Bewegung oder an der Wahlurne niedergeschlagen.

Die AfD liegt in NRW-Umfragen bei neun Prozent. Häusler hat eine Studie über «Rechtsaußenparteien» für den Landesintegrationsrat erstellt. Er rechnet mit einer AfD-Wahlkampfkampagne vor allem im Ruhrgebiet.

SOCIAL BOOKMARKS